Im Jahr 2017 nahmen wir diese Ofenbauform in unser Portfolio auf, nachdem wir diese auf besonderen Kundenwunsch hin konstruiert hatten .
Zielsetzung war die Vermeidung der Warmhalteverluste eines herkömmlichen Vergießofens in Rinnenofenausführung in den Betriebspausen. Bei dieser Rinnenofenbauart muß in Betriebspausen die Rinne und eine Mindestmetallüberdeckung flüssig gehalten werden. Die Planung unseres Kunden sah einen einschichtigen Betrieb an circa 2-3 Tagen pro Woche vor.
Wir kombinierten deshalb einen Tiegelofen mit einer Stopfenausrüstung im Zentrum des Ofens mit einer leichten Abschrägung des Bodens zur Mitte hin. Damit kann der Ofen zu Schichtende vollständig entleert und zu Schichtbeginn aufgrund der Mittelfrequenz aus eigener Kraft mit kaltem Material angefahren werden.
Zusätzlich wurde im Ofenkopf eine Einfüllmöglichkeit für Flüssigmetall vorgesehen.
Der Ofen ist verfahrbar, die Medienzuführung erfolgt über eine entsprechende Schleppkette. Die Kompensationskondensatoren wurden temperaturgeschützt auf der Rückseite des Ofengehäuses angeordnet, um nur den kompensierten Strom über die Schleppkette führen zu müssen.
Die Ansteuerung des Stopfens erfolgt über Joystick und Proportionalventil, Gießkurven können mit der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) eingelesen und bei Bedarf manuell auf der Bedienpanele korrigiert werden.
Damit kann der Gießvorgang der SPS übergeben werden, sobald eine Gießkurve für das Gußstück hinterlegt ist.
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