Korrekturgleichrichter, Kompensation von Netzrückwirkungen
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| Aus unserer seit Jahrzehnten bewährten HSG Technologie (HECON Sinus Gleichrichter) wurden Korrekturgleichrichter abgeleitet, die zur Kompensation von Netzrückwirkungen eingesetzt werden. Unsere Korrekturgleichrichter formen beliebige Stromentnahmekuven zu einer sinusförmigen Kurvenform am Einspeisenetz um. Zusätzlich kann eine Phasenwinkelkorrektur vorgenommen werden, um Auswirkungen leistungsstarker Stromrichter mit Phasenanschnittsteuerungen zu vermindern oder aufzuheben.
Die drei Oszilloskopaufnahmen zeigen im oberen Bild die Stromform (gelbe Kurve) eines Thyristorgleichrichters bei großem Phasenwinkel (Hochlauf oder reduzierte Leistung). Die mittlere Aufnahme zeigt eine hohe Leistungseinstellung, zu erkennen sind die für Thyristorgleichrichter typischen 120°el Stromblöcke. Die untere Aufnahme zeigt den korrigierten sinusförmigen Verlauf innerhalb der eingestellten Toleranzgrenzen mit einem leicht induktiv eingestellten Phasenwinkel. Toleranzgrenzen für die Stromformabweichung und Phasenwinkel sind einstellbar. Die hellgrüne Kurve zeigt die Netzspannungsform am Einspeisepunkt.
Im Normalfall greift der Korrekturgleichrichter bereits beim Hochlauf ein, zur Verdeutlichung wurde bei diesen Aufnahmen der Eingriff erst verspätet zugeschaltet.
Unsere Korrekturgleichrichter sind in Modulbauweise zur Parallelschaltung ausgeführt, so daß beliebig hohe Leistungen erreicht werden können. Sie können an bestehenden Anlagen nachgerüstet werden. Die Auswahl einer geeigneten Lösung wird unter Berücksichtigung der vor Ort bestehenden Situation vorgenommen |
Passive Netzfilter aus Induktivitäten und Kapazitäten zur Reduzierung von Oberschwingungen (Harmonischen) bringen zwei Nachteile mit sich und kommen deshalb nicht mehr oder nur noch selten zum Einsatz:
- Dem bereits mit Oberschwingungen behafteten Netz werden weitere Energiespeicher hinzugefügt. Die Erfahrung zeigt, daß dadurch die Gefahr zusätzlich auftretender Resonanzen besteht, die die beteiligten Komponenten überlasten und durch Überhitzung zerstören können. Deshalb ist vor dem Einsatz eines passiven Filters eine sorgfältige Überprüfung erforderlich.
- Ein passiver Netzfilter kann nicht auf zukünftige Veränderungen des Versorgungsnetzes reagieren.